Corona

Neuigkeiten über das Coronavirus (letzte Aktualisierung: 3.12.2022):

aktuelle Coronaimpfempfehlung:

Aktuell zeigt sich, dass verständlicherweise viele Menschen impfmüde geworden sind. Es gilt aber immer noch unsere gefährdeten Personen also älteren Menschen zu schützen, da für diese auch die Omicronvariante gefährlich also auch tödlich verlaufen kann. Bei vielen dieser Gruppe ist die letzte Impfung länger als ein Jahr her und bei vielen ist ein Booster mit dem neuen an die Omicronvariante angepssten Impfstoff sinnvoll. Auch gilt es bei manchen Personen Impflücken zu schließen. Fragen Sei uns einfach, damit wir Sie individuell beraten können. Auch eine Antikörperbestimmung stellt in diesem Zusammenhang eine sinnvolle Möglichkeit dar. Wir bevorraten aktuell den BA4,5 Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer. Eine Terminvereinbarung ist nicht mehr nötig. Kommen Sie einfach vorbei.

- 1. Coronaimpfung für Klein und Kleinstkinder bzw. Säuglinge also ab 6 Monaten bis 4.LJ nur bei relevanten chronischen Vorerkrankungen oder Immundevizienz.

- 2. Kinder von 5.LJ bis 11.LJ sollten eine einmalige Impfung erhalten. Eine zweite nur bei relevanten chronischen Vorerkrankungen oder Immundevizienz.

- 3. Booster (also 3te Impfung) für Alle ab 12 Jahren

- 4. Booster (also 4te Impfung) 6 Monate nach der 3ten für:

          - alle älter als 60 Jahre

          - alle chronisch Kranken

          - Beschäftigte in Pflege/Gesundheitssektor

          - Personen, die im Alltag dem Virus stark ausgesetzt sind

- 5. Booster (also 5te Impfung) 6 Monate nach der 4ten für:

          - Hochbetagte

          -Personen, bei denen das Immunsystem eingeschränkt arbeitet (z.B. niedrige AK-Titer           oder geringe T-Zellimmunität (messbar))

Bei uns sind die neuen variantenangepassten Coronaimpfstoffe von Biontech verfügbar.

Die STIKO empfiehlt nun auch eine 5te Impfung für hochbetagte Patienten, wenn die letzte Impfung länger als 6 Monate zurück liegt.

Weiter empfiehlt die STIKO eine Boosterimpfung (also 3. oder 4. Impfung) für alle Personen, die älter als 60 Jahre sind oder für chronisch Kranke, wenn die letzte Impfung länger als drei Monate zurück liegt.

Von der nun mittlerweile reichhaltigen Datenlage zeigt sich, dass eine 4te Coronaimpfung für Personen ab dem 60igsten Lebensjahr oder Risikopersonen mit chronischen Erkrankungen  3-6 Monate nach der 3ten sinnvoll ist. Die EMA (Europäische Impfkomission) hat schon längst eine Empfehlung für diese Patientengruppe ausgesprochen.

Für alle Anderen 18-70-Jährigen ist die dritte Impfung wegen der Varianten so wichtig, da nur zwei Impfungen keinen ausreichenden Schutz liefern.

Die inzidenz ist im Mai von über 250.000 Neuinfektionen pro Tag in Deutschland stark abgefallen. Die aktuelle Anzahl ist aber immer noch mächtig und die Dunkelziffer dürfte gewaltig sein. Bleiben wir weiter vorsichtig. Ich würde z.B. in geschlossenen Räumen auch weiterhin freiwillig immer eine FFP2-Maske tragen.

Zur Behnadlung einer Coronavirusinfektion bei Risikopatienten steht nun das antivirale Medikament Paxlovid zur Verfügung. Das heißt dieses können Patienten mit pos. PCR-Nachweis erhalten, sofern sie älter als 60 Jahre sind und mehrere weitere chronische Erkrankungen aufweisen. Dieses Mittel muß frühzeitig gegeben werden.

Nuvaxovid von Novavax, ein proteinbasierter Coronaimpfstoff kann über verschiedene Impfzentren erhalten werden. Gut für alle, die gegenüber mRNA-Impfstoffen Vorbehalte hatten.

T-Zellimmunitätstest für unsere Patienten: Neben der Corona-Antikörperbestimmung ist es für unsere Patienten jetzt möglich die zelluläre, T-Zell-vermittelte Immunität gegen Corona durch eine Blutabnahme zu bestimmen. Dieses Spezialverfahren kostet bei uns 86,- Euro (einschließlich Laborkosten). Die Bisherigen Ergebnisse deuten daraufhin, dass das T-Zell Gedächtnis des Menschen wahrscheinlich länger bestehen bleibt, als hohe Antikörpertiter. Daher spiegelt der T-Zellimmunitätstest Ihren langfristigen Immunschutz wieder.

 

Ampel für verfügbaren Impftermin (Biontech): grün, Tel.: 089 / 760 14 00

 

Laut STIKO soll eine weitere (zweite) Boosterimpfung, also 4te Impfung für Risikogruppen erfolgen: Für alle über 70-Jährige oder Immungeschwächte 3 Monate nach der ersten Boosterimpfung, für Beschäftigte im medizinischen und pflegerischen Bereich 6 Monate nach der ersten Boosterimpfung.

Wir haben jetzt wieder Biontech für Alle zur Verfügung!!

Schwangere, Stillende und Kinder impfen wir nicht. Bitte gehen Sie zum jeweiligen Facharzt.

Die Daten aus Österreich zeigen, dass derzeit (Mitte Jan. 22) kein einziger 3x Geimpfter und an Omikron Erkrankter intensivmedizinisch betreut werden musste oder verstorben ist. Auch Daten aus England zeigen dass 3x Impfen zu 90% vor einer notwendigen Krankenhausbehandlung und zu 50% vor einer symptomatischen Infektion mit Omikron schützt. Die Boosterimpfung hat also ihre volle Berechtigung auch ohne Anpassung des Impfstoffes an die Omikronvariante.

Sotrovimab ist derzeit das einzige in Deutschland zugelassene Corona-Antikörper-Medikament, das auch gegen die Omicron-Variante wirkt, gedacht für ungeimpfte Risikopatienten. Es muss als Infusion über die Vene gegeben werden.

Corona PCR-Tests können laut der seit 12.2.2022 geänderten Testverordnung bei Personen ohne Beschwerden nur noch nach vorherigem positivem Schnelltest erfolgen, z.B. nach einer Warnung auf der Corona-App.

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, dass sich auch jetzt noch möglichst viele Menschen gegen die Grippe impfen lassen. In der Regel ist der zweite Gipfel im Februar. Diese Impfung ist laut STIKO zeitgleich mit der Coronaimpfung am jeweils anderen Arm möglich.

Der Status von Personen, die mit Jansen von Johnson und Johnson geimpft wurden wurde wegen der deutlich geringeren Wirksamkeit dieses Impfstoffes im Verlauf heruntergestuft. Das heißt, dass diese Personen nunmehr erst nach einer zusätzlichen Impfung mit einem mRNA-Impfstoff als vollständig geimpft gelten, bzw. erst als geboostert, wenn sie 3 Monate danach eine dritte Impfung vornehmen lassen.

 

Impfung?! häufige Fragen:

 

Die pandemische Wirksamkeit der Impfung zeigte sich zuerst deutlich an den Kurven der Neuerkrankungsraten in den USA, Großbritanien und Israel, im weiteren Verlauf weltweit. Nachdem die Impfstoffe der ersten Generation nach abgeschlossener Impfung (also erste+zweite) auch gut gegen die Deltavariante wirksam waren benötigt es für eine gut Wirksamkeit gegen die Omikronvariante eine Boosterimpgung (= dritte Impfung).

Ich empfehle die Coronaimpfung für fast Jeden. Ich selbst habe die Impfung sehr gut vertragen. Der Impfstoff Comirnaty von Biontech / Pfizer wurde vor Zulassung an über 21.000 Personen getestet und gilt nach derzeitiger wissenschaftlicher Datenlage als sicher. Er wurde weltweit eingesetzt und bereits zig millionenfach verimpft. Er ist ab dem 12ten Lebensjahr zugelassen bzw. der Kinderimpfstoff mit reduzierter Dosis ab dem 5.LJ. Vereinzelt traten schwere allergische Reaktionen auf, die es prinzipiell bei jedem Medikament geben kann. Deswegen erfolgt regelmäßig eine überwachung von 15 min nach der Impfung. Eine wirkliche Kontraindikation besteht nur bei einer Allergie gegen Polyethylenglykol (PEG), einem Bestandteil des Impfstoffs. Wichtig ist entgegen manchen Gerüchten, dass dieser Impfstoff nicht das Erbgut von Menschen verändert! Er enthält mRNA (nicht DNA!), also den gleichen "Stoff", den viele Erkältungsviren enthalten. Bei jeder Erkältung, die ein Mensch durchmacht wird mRNA in die menschlichen Zellen eingebracht, ohne das menschliche Erbgut zu verändern. Die mRNA wird nicht ins menschliche Erbgut eingebaut und zerfällt sehr schnell. Auch werden natürlich keine Chips eingebracht, das ist purer Unsinn. Der Impfstoff von Biontech muss 2x verimpft werden, im Abstand von 6 Wochen. Wiederholte  Untersuchungen zeigten, dass der Impfstoff auch gegen die neue Mutante B.1.1.7 aus Großbritanien, und die Südafrikanische Variante B.1.351 sehr gut wirksam ist. Auch gegen die indische Variante wirkt BioNTech rel. gut. Für eine gute Wirksamkeit gegen die Omikronvariante benötigt man eine dritte Impfung (Booster) frühestens drei Monate nach der Zweiten. Der Impfstoff soll die Erkankung verhindern, oder zumindest einen schlimmen Verlauf, was auch nach der derzeitigen Datenlage funktioniert. Da aber auch geimpfte Personen und zwar zunehmend bei Omikron, das Virus kurzfristig weitergeben können werden auch geimpfte Personen weiterhin bei Kontakten eine Maske tragen müssen und sollten auch alle weiteren Vorsichtsmaßnahmen weiterhin durchführen. Eine sogenannte sterile Immunität wird es nicht geben.

Der m-RNA Impfstoff von Moderna ist weitestgehend vergleichbar, die m-RNA Menge ist etwa 3x so hoch, wie bei Biontech bzw. bei der Boosterimpfung mit reduzierter Dosis ca. 1,5x so hoch wie bei Biontech. Diese erhöhte Reaktogenität kann daher auch zu etwas mehr Nebenwirkungen führen.

Der Vektorimpfstoff von Astra Zeneca hat ein anderes Transferprinzip (siehe unten) und ist bzgl. leichter oder asymptomatischer Erkrankungen zu ca. 70% wirksam, bzgl. schwerer Erkrankungen / notwendiger Krankenahuseinweisung oder Todesfall genau so gut wirksam, wie die m-RNA Impfstoffe! Er ist auch gut wirksam gegen die Mutante B1.1.7.. Wegen in zeitlichem Zusammenhang stehenden Sinusvenenthrombosen (= Blutgerinnsel im Gehirn) insbesondere bei jungen Frauen verimpfe ich Astra Zeneca i.d.R. nur an über 60ig jährige Frauen sowie an Männer zusätzlich auch unter 60 LJ, also ab 18. Lebensjahr. Das Gleiche gilt für Johnson und Johnson.

Wir beraten Sie gerne, welche Kontraindikationen vorliegen und welche chronischen Erkrankungen relevant sind. Seit 6.4. 21 Impfen wir mit Biontech, ab 19.4.21 auch mit Astra.

 

Kontraindikationen d.h. wann eine Impfung nicht erfolgen darf:

-bei einer akuten fieberhaften (Temp > 38,5° C) Erkrankung

-bei Kindern und Jugendlichen < 16. Lebensjahr

-bei Schwangerschaft, Stillzeit (relativ)

-bei einer anderen Impfung innerhalb der letzten 14 Tage

-bei einer durchgemachten Coronainfektion innerhalb der letzten 6 Monate (relativ)

- bei bekannten Allergien auf einen der Inhaltsstoffe (bei Biontech und Moderna: Polyethylenglycol = PEG, bei Astra Zeneca: Histidin, Polysorbat 80 (E433).

 

 

Was ist eine heterologe Impfung?

 

Eine Impfung nicht zweimal mit dem selben Impfstoff, sondern einem Wechsel des Impfstoffprinzips. Da im zeitlichen Verlauf jungen unter 60ig jährigen Frauen, die bereits Astra Zeneca erhalten hatten wegen einer Änderung der Zulassung die zweite Dosis nicht mehr mit diesem Impfstoff gespritzt werden konnte wurde auf einen mRNA Impfstoff als zweite Gabe ausgewichen. Nun liegen erste Daten dieser "gemischten" Impfungen vor. Und es zeigt sich dass diese Kombination zu einer besonders hohen Wirksamkeit führt. So hat jetzt auch die STIKO empfohlen alle unter 60ig Jährigen, die als este Dosis Astra Zeneca erhielten als zweite Dosis einen mRNA Impfstoff zu verabreichen.

 

Impfungen von Schwangeren? / in der Stillzeit?:

Mitlerweile gibt es eine STIKO-Empfehlung zur Impfung von Schwangeren, da diese bei Erkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko haben. Die mögliche Bedeutung für den Fötus / Säugling kann noch nicht abschließend vollumfänglich beurteilt werden. Nach den ersten Daten gibt es zumindest keine gröberen Hiobsbotschaften. Die Antikörper nach Impfung gehen jedoch sowohl auf den Foetus, als auch in die Muttermilch über. Bei Erkrankung der Mutter wird i.d.R. der Foetus nicht infiziert, die Frühgeburtsrate sowie die Totgeburtsrate ist jedoch erhöht.

In meiner Praxis impfen wir keine Schwangeren / Stillenden. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihre(n) Gynäkologen.

 

Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion ?

1) Ein sogenannter begründeter Verdachtsfall besteht, wenn:

Sie "Erkältungs"- Symptome und Allgemeinsymptome haben insbesondere mit Fieber, trockenem Husten und seltener Atemnot. Geschmacksstörung oder Geruchsstörung.

und

Sie innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt (also >15min "face to face"-Kontakt oder > 30 min in Raum mit hoher Konz. von infektiösem Aerosol oder nach direktem Kontakt zu Körpersekreten) zu einem nachweislich mit Coronavirus infiziertem Menschen hatten

Ist dies der Fall, so sollte eine Rachenabstrichuntersuchung durch die Nase/Mund erfolgen und Sie müssen dann 14 Tage zu Hause isoliert bleiben. Den Abstrich führt der Bereitschaftsdienst der KVB Tel.: 116117 bei Ihnen zu Hause durch, oder Sie vereinbaren online einen Termin zur drive-through Testung auf der Theresienwiese. Diese Telefonnummern sind wie zu erwarten teilweise überlastet, daher immer und immerwieder probieren! Bei Coronavirusverdacht, also Symptome + Kontakt zu Infizierten  nicht in die Praxis oder ins Krankenhaus kommen sondern anrufen und zu Hause bleiben um ggf. eine weitere Ausbreitung zu verhindern! Auch wenn das erste Abstrichergebnis keinen Cornavirus nachweist muss derjenige 14 Tage zu Hause bleiben in Isolation!                                                                                                                                                     Seit dem 23. Okt. wurde in München auf der Theresienwiese zusätzlich für Patienten mit respiratorischen Symptomen, also Symptomen wie Grippe oder Erkältung die Bereitschaftspraxis Infekt eingerichtet, die ohne Voranmeldung besucht werden kann: im Behördenhof Matthias-Pschorrstr. 4, Öffnungszeiten: Mo-Fr: 18-21:00 Uhr, Sa,So, Feiertags: 10-21:00Uhr.

 

2) Haben Sie keine Beschwerden, hatten aber innerhalb der letzten 10 Tage einen relevanten Kontakt (also >15min "face to face"-Kontakt oder > 30 min in Raum mit hoher Konzentration von infektiösem Aerosol ohne FFP-2 Maske oder nach direktem Kontakt zu Körpersekreten), dann erfolgt zunächst keine Testung, Sie müssen umgehend für 14 Tage in Quarantäne! Sie Dürfen nicht einkaufen gehen, Sie dürfen in keine Arztpraxis! Sie müssen sich beim Gesundheitsamt melden. Sie sollen sich selbst beobachten. Treten Symptome auf: s.o. unter 1). Gegen Ende der Quarantäne ist ggf. eine "Freitestung" sinnvoll z.B. über die Theresienwiese online-Terminvereinbarung bzw in Absprache mit dem Gesundheitsamt.

 


3) Haben Sie Symptome mit Fieber oder Husten ohne Kontakt zu einer nachweislichen Coronavirusperson oder ohne Aufenthalt in einem Coronavirusrisikogebiet, so kann der Abstrich in unserer Praxis erfolgen, sofern Sie Patient in unserer Praxis sind. Eine Isolation erfolgt dann bis zum Testergebnis, welches bei unserem Labor meist nach 24 Stunden vorlieg, in Spitzenzeiten aber auch länger sein kann.

"Fall unter differentialdiagnostischer Abklärung":  Da die Ausbreitung derartig stark zugenommen hat ist das Kriterium "Risikogebiet" zunehmend aufgeweicht. Daher auch die seit 24.3.2020 angepassten Empfehlungen des RKI, die eine deutlich weitreichendere Testung beinhalten: getestet werden soll, wer akute respiratorische Symptome jeder Schwere hat, auch ohne Kontakt zu Corona-pos-Pat., + entweder Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus, oder Risikopatient (also > 60 Jahre oder chronisch krank) oder ohne Risikofaktoren sofern Testkapazität reicht. Also derzeit jeder mit Symptomen. Die medizinische Indikation soll laut RKI (27.4.) auf niedrigschwellig erhöht werden. Das heißt Patienten werden auch bei nur geringen Symptomen getestet z.B. auch bei Geruchs,- oder Geschmacksstörungen, sofern die Testkapazitäten ausreichen und nicht priorisiert werden muss.


4) spezielle Fälle:

Personen ohne/ mit Krankheitszeichen, die eine Warnung durch die App erhalten sollen getestet werden. Den Test zahlt die Krankenversicherung. Eine Quarantäne erfolgt bis zum negativen Testergebnis. Dauer bei Einsendung der Testergebnisse durch unsere Praxis bislang ungefähr 24h, also absehbar.

Für Personen mit Krankheitsanzeichen übernimmt die Bayerische Landesregierung die Kosten für einen Corona-Abstrich. Dieser kann in unserer Praxis  durchgeführt werden.

Auch vor geplanten Eingriffen/Untersuchungen in Kliniken kann bei uns ein PCR Test durchgeführt werden.

Personen die an Corona erkrankt oder infiziert sind und sich in Isolation oder Quarantäne befinden dürfen nicht zu uns in die Praxis. Eine Freitestung muss über eines der Testzentren erfolgen.

Immunglobulintestungen (IgG), die die Antikörperbildung anzeigen, also eine durchgemachte Erkrankung beweisen sollen und somit einen Anhalt für eine mögliche Immunität darstellen könnten, können ebenfalls als Selbstzahlerleistung (38,-Euro) bei uns durchgeführt werden. Es kann jedoch immer auch falsch positive und falsch negative Testergebnisse geben. Nähere Info´s direkt im persönlichen Aufklärungsgespräch.

 

Was ist ein Risikopatient ?

Ein Patient, der aufgrund seines Alters oder seiner Vorerkrankungen eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen schwerwiedenden Verlauf der Erkrankung hat, mit möglicher Intensivpflichtigkeit, im schlimmsten Fall mit einem tödlichen Verlauf. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Eine Gefährdung liegt also insbesondere bei folgenden Erkrankungen vor:

-  Lungenerkrankungen (z.B. COPD), Rauchen (die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs ist bei Rauchern erhöht)

-  ausgeprägte Adipositas

-  Herzkreislauferkrankungen insbesondere Herzinsuffizienz (=Herzschwäche), KHK (=Arterienverkalkung am Herz),

-  arterielle Hypertonie (eine gute Blutdruck- Einstellung ist besonders wichtig! bitte gerade jetzt nicht aufgrund von Gerüchten und schwachen Hypothesen die auf Tierversuchen an Ratten basieren irgend welche Tabletten weglassen ohne dies mit einem Arzt besprochen zu haben!! Nach 3 neuen Veröffentlichungen von Studien an CoVid-19 erkrankten Menschen im New England Journal of Medicine zeigt sich kein Einfluß von ACE-Hemmern oder Rezeptorantagonisten auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit noch auf die schwere des Erkrankungsverlaufs.)

-  Diabetes (eine gute Blutzucker-Einstellung ist besonders wichtig)

-  Immunsupprimierte Patienten d.h., wenn das Immunsystem geschwächt ist z.B. durch Medikamente wie Biologicals, Cortison oder Immunsupressiva z.B. MTX, verschiedene Tumormedikamente (hier ist die sequentielle Pneumokokkenimpfung besonders wichtig!) Bitte keine Medikamente eigenmächtig weglassen. Bei einer durch Biologicals gut eingestellten Erkrankung ist das Risiko geringer, als wenn die Erkrankung durch Weglassen von Medikamenten sich verschlechtert

-  Krebserkrankungen mit reduziertem Allgemeinzustand

-  Nierenerkrankungen

-  neurologische Erkrankungern

-  Alter > 60 Jahre

-  niedrige CD-8 Zellzahl

-  zu niedrige Vitamin-D Spiegel

-  Zweitinfektion z.B. mit der Grippe oder Keuchhusten (jeweils eine Impfung dagegen ist verfügbar)


Was sind Kollateralschäden?

Neben den zweifelsfrei starken psychischen Belastungen für uns Alle und den noch besonders betroffenen Patienten mit Angststörungen kommt nun auch hinzu, dass Patienten mit Herz,-Kreislauferkrankungen, sogar Herzinfarkten und Schlaganfällen die Krankenhäuser meiden (wohl bis zu ca. 30% weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle in Krankenhäusern!!). Dies sind meiner Meinung nach dramatische Zahlen. Ich kann nur Alle ermuntern: kommen Sie zumindest zum Hausarzt, damit dieser einschätzen kann, wie dringlich die Erkrankung ist und mit Ihnen gemeinsam alle Möglichkeiten überlegen kann für eine optimale Versorgung trotz Corona.


Wie verbreitet sich das Virus?

Durch ganz überwiegende Mehrheit als Tröpfcheninfektion! z.B. beim Husten, Nießen oder lautem Rumschreien (z.B. bei einem Streit) oder Singen oder face-to-face Kontakt in einem Gespräch <1,5 Meter Abstand >15 Minuten. Auch eine aerogene Übertragung durch in der Luft befindliche Viruspartikel ist möglich. Daher sollte immer gut gelüftet werden. Hierbei wird von einer möglichen Übertragung bei einem Aufenthalt > 30 min ohne Schutz in einem kontaminierten Raum ausgegangen. Ein sogenannte Schmierinfektion durch Oberflächen ist am seltensten. Auf glatten, unbelebten Oberflächen wie Plastik oder Metall konnte das Virus auch nach mehreren Tagen noch nachgewiesen werden, ob es dann jedoch noch aktiv d.h. also ansteckend ist weis man noch nicht. Nachweis auf Pappe: 24 h, auf Kunststoff 48 h, auf Edelstahl: 72 h. Auf dem Fell von Tieren halten die Viren weniger lang. Ansteckend ist ein Erwachsener ohne Symptome vorwiegend ca. 12-24 Stunden bevor er Symptome bekommt. Nach der Berichtigung eines Rechenmodells wohl auch schon bis zu 6 Tage vor Symptomen. Kinder sind meist ohne Symptome, können aber trotzdem ansteckend sein. Das größte Problem bei Kindern stellt die praktisch eindeutig eingeschränkte Umsetzbarkeit von Hygienemaßnahmen dar. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion eines Patienten und Ausbruch der Erkrankung beträgt ca. 1-14 Tage (mittlere Inkubationszeit 5-6 Tage). Daher auch die Frist von 14 Tagen für eine Quarantäne, die auch weltweit so gesehen wird.

 

Ist Covid-19 nur eine Lungenerkrankung?

Nein, leider handelt es sich um eine Multiorganerkrankung!

Nervensystem: Das Virus wurde im Gehirn nachgewiesen. Daher resultieren daraus auch die typischen Geruchs,- und Geschmackstörungen, die sich aber zum Glück wieder zurückbilden können. Schlimmer ist eine mögliche Hirnschwellung und eine mittlerweile nachgewiesene "demyelinisierende Erkrankung der Nerven" ähnlich der Multiplen Sklerose. Auch psychische Erkrankungen mit z.B. Halluzinationen wurden in den Zusammenhang mit einer Coronainfektion gebracht. Nach einer Studie vom Imperial College London an 85000 Patienten verlohren schwer an CoVid-19 Erkrankte im Durchschnitt 8,5 IQ Punkte vom Intelligenzquotienten, dasGehirn "alterte" um ca. 10 Jahre.

Gefäßsystem/Gerinnung: Dieser Coronavirus führt zu einer Endothelitis, also einer Entzündung der Gefäße. Es zeigte sich eine Häufung von Thrombosen und Lungenembolien zum Teil eben auch mit tödlichem Verlauf

Nieren: Pathologen konnten das Virus im Gewebe nachweisen. Klinisch zeigt sich bei Intensivpatienten das akute Nierenversagen mit ggf. notwendiger Dialyse (=Blutwäsche).

Herz: Auch hier wurde durch Pathologen eine Herzmuskelentzündung bei 20% der Erkrankten nachgewiesen. Klinisch ist eine Herzmuskelentzündung bei CoVid-19 als eher selten beschrieben, was aber auch an einer erheblichen Dunkelziffer liegen könnte. Laborchemisch zeigten sich erhöhte Herzmarker. Als Erscheinungsbild kann daraus eine starke Einschränkung der Leistungsfähigkeit resultieren.

Darm: Auch in der Darmwand konnte das Virus isoliert werden. Es gibt Krankheitsverläufe mit ausschließlich Durchfall.

Die Sterberate intensivpflichtiger CoVid-19 Patienten ist erheblich, aber auch viele Überlebende haben lange nach der durchgemachten akuten Erkankung noch über Wochen und Monate Beschwerden. Und zwar nicht nur schwer Erkrankte, sondern auch Patienten mit mildem Verlauf! Laut RKI haben 40% der in der Klink behandelten und 10% der Patienten mit mildem Verlauf noch längerfristig Beschwerden. Es bildeten sich die Begriffe "chronisches CoVid-19 Syndrom (CCS)", "long CoVid" und post-Covid Syndrom mit vorwiegend folgenden Beschwerden (Häufigkeit in absteigender Reihenfolge): Fatigue/Müdigkeit, Atemnot, Husten, Depression, kognitive Störungen


Was kann ich präventiv tun?

Da noch kein Impfstoff zur Verfügung steht sind vorsorgend insbesondere hygienische Maßnahmen und das Social Distancing sinnvoll, wie:

-  1,5 - 2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten. auf Gehwegen beim Passieren von Entgegenkommern hintereinander gehen

-  keine Umarmungen und Händegeben

-  in die Ellenbeugen nießen

-  nicht an Nase, Mund oder die Augen langen (eine gewisse Herausforderung, bei Allergiesaison)

-  Treppengeländer meiden, wenn man auch ohne diese sicher gehen kann

-  häufiges Händewaschen mit Seife und ggf. Benutzung von einem geeigneten Desinfektionsmittel: "mäßig viruzid" ist wahrscheinlich ausreichend.

-  das Smartphone regelmäßig desinfizieren

-  Desinfektionsmittel vor Kindern unzugänglich aufbewahren! Nicht versuchen Desinfektionsmittel selbst herzustellen durch Zusammenkippen von verschiedenen Chemikalien!

-  Kinder (diese können infiziert sein, obwohl sie nicht erkranken) nicht zu den Großeltern (Risikopersonen) geben

-  bei Kleingruppen (z.B. Sport max. 10 Personen laut Verordnung) entsprechende Sicherheitsmaßnahmen mit Abstand und/ oder ggf. Maske einhalten.

-  im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Läden und beim Arzt eine FFP-2 oder FFP-3 Maske  tragen. Dieser Schutz sollte immer erfolgen, wenn man sich in abgeschlossenen Bereichen befindet und der Mindestabstand von 1,5 - 2 Metern nicht eingehalten werden kann, z.B. im Aufzug oder Taxi / Auto.

-  Vermeiden Sie den Aufenthalt in abgeschlossenen Räumen mit vielen anderen Personen.

-  Räume lüften oder Raumluftfilter verwenden

-  von privaten Party´s derzeit absehen

-  Großveranstaltungen selbstständig meiden

-  Aufenthalt > 30 min in geschlossenen Räumen mit anderen Personen meiden

-  durch gute Planung z.B. nur 1x pro Woche einkaufen gehen, möglichst nicht zu den Spitzenzeiten,

-  Impfung!

-  Vor dem Kontakt mit Risikopersonen zuvor einen Schnelltest durchführen

Wegen der großen Nachfrage nach fachgerecht durchgeführten Schnelltests auf das Coronavirus werden wir diese auch weiterhin anbieten. Man muß beachten, dass ein Schnelltest nur eine "Momentaufnahme" ist / sein kann. Die Spezifität unseres Test  und die Sensitvität ist jedoch jeweils sehr gut. Daraus ergibt sich, dass ein negatives Testergebnis (= kein Coronavirusnachweis) fast immer richtig ist. Wegen durchaus möglicher sogenannter falsch positiver Fälle (das heißt das Testergebnis zeigt einen Virus an, obwohl doch kein Virus da ist) sollte bei einem pos. Ergebnis eine PCR zur Bestätigung durchgeführt werden. Auch diese kann bei uns umgehend durchgeführt werden.

- Stärken Sie Ihr Immunsystem (siehe unter dem Tipps Button bei der Frage gehäufte Infekte, was kann ich dagegen tun?)

Stärken Sie Herz und Kreislauf durch moderate körperliche Betätigung, sei es durch Spaziergänge, Ausdauertraining oder Gymnastik (auch zu Hause möglich). Achtung starke und sehr starke körperliche Anstrengung kann die Funktion des Immunsystems ca. für die folgenden 4 Stunden reduzieren.

Vitamin-C stimmuliert nachweislich das Immunsystem. Viel Vitamin-C enthalten insbesondere Zitrusfrüchte, Kiwis oder Sanddorn. Bzgl. CoVid-19 sind die Daten uneinheitlicjh.

Zu geringe Vitamin-D Spiegel korrelieren mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko, weshalb Schottland und England eine Supplementierung für Risikogruppen plante. Alle großen Substitutionsstudien sind jedoch bislang negativ ausgefallen.

Mit einer Eigenbluttherapie zur allgemeinen Stimulation des Immunsystems haben wir gute Erfahrungen gemacht. Hierbei wird ein unspezifischer Reiz gesetzt. Näheres siehe unter dem Button Wahlleistungen.

Wenn man mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren kann, so ist dies auf jeden Fall bzgl. einer möglichen Ansteckung sicherer, als z.B. mit der U-Bahn, ec. Auch die frische Luft und die Bewegung sind für den Immunstatus gut. Man sollte jedoch darauf achten durch die Nase oder durch einen Schal zu atmen, damit nicht zu kalte Luft in den Rachen gelangt, welche sonst zu einer reduzierten Aktivität der Flimmerhärchen führen kann. Diese transportieren ja Fremdstoffe wieder nach draußen.

Alle Reiseaktivitäten sind kritisch auf die Notwendigkeit zu hinterfragen. Auch ist die Verhaltensweise im Zielland entscheidend und, dass natürlich viele hier durchgeführten Restriktionen auch dort eingehalten werden sollten wie das Social Distancing" und hygienische Maßnahmen allen voran 1,5 Meter Abstand halten und in geschlossenen Räumen in denen man sich mit fremden Personen befindet eine FFP-2 Maske tragen. Risikogebiete sollten gar nicht erst besucht werden, wenn keine dringlichen Gründe vorliegen. Siehe dazu auch die aktualisierten Empfehlungen des auswärtigen Amtes und die Liste der Risikogebiete, die aktuell fast täglich länger wird: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html. Während der derzeitigen Coronasituation sollten alle vermeidbaren Reisen unterbleiben, auch wenn nicht explizit verboten! Wer aus einem "herkömmlichen" Risikogebiet oder Hochrisikogebiet zurückkehrt muss ein negatives Testergebnis bei der Einreise vorweisen (bzw. spätestens 48h nach Einreise), genesen sein oder einen vollständigen Impfstatus nachweisen können. Andernfalls müsssen Sie für 10 Tage in Quarantäne. Diese Patienten dürfen nicht in eine Arztpraxis kommen! Nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet sind auch Personen mit Genesenem Status oder Impfnachweis zu einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet, die auch nicht vorzeitig beendet werden kann! Übersicht über die aktuellen Virusvariantengebiete: www.rki.de/risikogebiete.

Auch wenn man in ein Land reist, dass noch nicht Risikogebiet ist muss man damit rechnen, dass es dieses während der Reisezeit durchaus werden kann!

Großveranstaltungen mit > 1000 Personen wurden in allen Bundesländern Deutschlands u.a. auch in Bayern verboten und werden dies voraussichtlich auf lange Zeit bleiben. Aber auch kleinere Menschenansammlungen können ein Risiko darstellen. Wichtig ist jetzt, dass jeder Einzelne mithilft und auch kleinere Menschenansammlungen ohne Mundschutz mit einer Kontaktzeit zu anderen Personen von > 15 Minuten meidet. Teilweise sind auch Testungen in wiederkehrenden Gruppen z.B. in Vereinen sinnvoll, da hier ein Spreading Ereignis weitreichendere Folgen hätte.  Auch die Politiker befürworten die Einschränkungen von Sozialkontakten ausdrücklich. Unsere Bundeskanzlerin Fr. Merkel sagte: "Verzichten Sie auf Sozialkontakte, wo immer es möglich ist" Diese Mahnung der Anfangszeit gilt im Prinzip immer noch bzw. jetzt seit der zweiten Welle wieder. Es gilt dies in gewissem Maße zu verinnerlichen, bis wir mit den Impfstoffen große Teile der Bevölkerung geimpft haben. Diese Maßnahmen sollten also weiterhin absolut ernst genommen werden. Es ist wichtig, dass  alle weiterhin verantwortungsbewußt handeln und es zu keinen größeren Menschenansammlungen  z.B. in Parks oder auf Demonstrationen ohne Mundnaseschutz oder Abstand kommt! Partys ohne Abstand und Mundnaseschutz sind absolut inakzeptabel! Auch private Feiern sollten momentan unterlassen werden. Gerichtsentscheide, dass die eine oder andere Maßnahme unverhältnismäßig sei sind meiner Meinung nach ziemlich kontraproduktiv!! Zusammenrottungen von deutschen Partygästen auf dem Ballermann auf Malle oder Kroatien ohne jeglichen Schutz und Abstand sind maximal unmöglich! Aber auch private Feiern in Deutschland, die oft schwierig festgestellt werden können, sollten durch die Vernunft jedes Einzelnen unterbleiben. Wir haben immer noch ein viel zu hohes Niveau an Neuerkrakungen und bereits einen Eintrag an mutierten und ansteckenderen Varianten, wie der aus Großbritanien, der Variante 501 V2 aus Südafrika oder der neuen Variante aus Brasilien . Wir müssen mehr dagegen tun! Jeder Einzelne.

Sport draußen zu treiben ist nicht nur o.K., sondern für Herz,- und Kreislauf und auch für die Psyche zu befürworten. Auch da muß jedoch auf das Sozial-Distanceing geachtet werden.

Da bislang die meisten Todesfälle bei alten Menschen und Personen mit Vorerkrankungen auftraten, sollten alle Personen über 60ig meiner Meinung nach und chronisch kranke Patienten eine Pneumokokkenimpfung erhalten, sofern diese nicht schon innerhalb der letzten 6 Jahre erfolgte. Bei manchen Erkrankungen ist sogar eine sequentielle Pneumokokkenimpfung, das heißt 2x sinnvoll. Genauso wichtig ist die Keuchhustenimpfung (= Pertussis) für alle Kinder und Erwachsene. Bei dieser Impfung sind i.d.R. nur für 6 Jahre Antikörper nachweisbar. Sie ist in manchen 3fach Tetanusimpfstoffen enthalten, aber eben nur 6 Jahre sicher wirksam und sollte daher ggf. bereits vor der normalerweise routinemäßigen 10- jährigen Tetanusauffrischung erfolgen.                                                                                                                                                       Auch bei der Grippe handelt es sich um eine impfpräventable Lungenerkrankung. Diese sollten jetzt unbedingt so viele Menschen wie möglich impfen lassen. Der Impfstoff ist weiter verfügbar.

Schutzmasken bieten für einen selbst nur einen bedingten Schutz. Nur FFP-2 oder FFP-3 Masken haben einen aerosol,- bzw. virenwirksamen Filter. Die Maske muss dicht an der Haut abschließen (problematisch bei Bärten), also angedrückt werden und funktioniert offiziell nur 75 min sicher und ist ansich ein Einmalprodukt, wird aber aufgrund des Mangels regelmäßig wiederverwendet, was auch wohl gut funktioniert. Meiner Meinung nach ist eine Desinfektion durch Sonnenstrahlung am praktikabelsten. UV- Licht inaktiviert die Erreger auf der Oberfläche, aber eben nur auf der sonnenbeschienenen Seite. Die FH Münster empfielt den Backofen: für 1h bei konstant 80°C mit Ober,- + Unterhitze (nicht Umluft), am Besten mit einem Bratenthermometer überwacht. Auch ein elektrischer Reiskocher soll möglich sein laut der US Wissenschaftsgesellschaft ACS. Auch einfaches Aufhängen und Abwarten für 7d ist möglich. Eine Behandlung in der Mikrowelle, Waschmaschine, Spülmaschine oder im Kochtopf ist nicht zielführend, da die meisten Masken dieses Procedere nicht ohne Schaden überstehen.

Eine einfache OP-Maske oder ein Tuch vor Mund + (!) Nase schützt einen selbst nur eingeschränkt, da viel Luft seitlich vorbeiströmt, verhindert aber gesamtpopulativ gedacht die Ausbreitung, da man dann Andere nicht so leicht ansteckt und ja immer auch ohne Symptome schon infiziert sein könnte. Wenn das Material der Maske dies verträgt, kann / sollte diese bei > 80°C gewaschen werden.

Schutzvissiere anstelle einer Maske bieten Schutz vor direkten Spritzern etwa bei einer medizinischen Untersuchung, aber eben nicht vor der aerogenen Übertragung. Durchsichtige starre Masken erfüllen nicht die notwendigen Anforderungen

Nochmals im Einzelnen:

FFP-2 Masken:

Hierbei gilt es 2 verschiedene Typen zu unterscheiden: Die mit, und ohne Ausblaßventil. Die mit Ventil bieten ausschließlich einen Eigenschutz. Die Ohne Ventil, bei denen durch das Fließmaterial ein,- wie ausgeatmet wird, führen sowohl zu einem Eigenschutz, wie auch Fremdschutz und stellen somit die höchste Sicherheitsstufe dar. Aktuell sind diese In Bayern im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen und beim Arzt vorgeschrieben.

OP-Masken:

Neuere Untersuchungen zeigen, dasß OP-Masken neben dem Fremdschutz auch einen (unerwartet) hohen 50-75% Eigenschutz bieten, wenn die Maske eng anliegt und durch das Gewebe geatmet wird. Vorteil: es ist nicht ganz so anstrengend dadurch zu atmen.

Selbstgebastelte Masken:

Das Problem vieler selbst gemachter Masken besteht darin, dass womöglich das Gewebe zu dicht und undurchlässig ist und so vorwiegend die Luft von den Seiten angesaugt und von dort ein,- bzw. ausgeatmet wird. Es besteht ein Fremdschutz. Auch wenn die selbstgebastelten Masken oft hübsch aussehen, ist die Wirksamkeit der OP-Masken und natürlich der FFP-2 Masken deutlich besser. Mittlerweile sind letztere auch wieder erhältlich zu günstigem Preis.

durchsichtige Gesichtsmasken:

Da diese nicht genügend dicht am Rand abschließen können und die Verbreitung über Aerosole möglich ist sind diese nicht sinnvoll und auch mittlerweile verboten worden!

Wir haben keine Atemschutzmasken zu verkaufen! Mittlerweile sind jedoch in vielen Apotheken und anderen Läden auch FFP-2 Masken günstig zu bekommen.

Richtige Handhabung:

Beim Kauf sollte man auf das CE-Zeichen und eine nachfolgende vierstellige Nummer für die Zertifizierungsstelle achten. Übersicht über die zugelassenen Zertifizierungsnummern: www.produktwarnung.eu.

Die meisten FFP-2 Masken haben einen Draht im oberen Bereich eingearbeitet. Um ein Vorbeiatmen am Maskenrand und somit einem Wirksamkeitsverleust entgegen zu wirken sollte dieser Bügel genau an die Nasenform anmodeliert, also gerundet werden. Also vorab mit der Hand gebogen werden. Bei Vielen sieht man dort eine Dreiecksform. Die wenigsten Nasen sind aber dreieckig! Wenn man dies gut macht beschlägt auch die Brille deutlich weniger. Bärte verhindern per se ein dichtes Anliegen der Maske und sollten daher abrasiert werden. Ich weis, das ist für den einen oder anderen sehr hart, aber der Bart wächst ja auch wieder nach.

 

Sind Raumluftfiltergeräte sinnvoll?

Wenn man die Möglichkeit hat, die Fenster eines Raumes zu öffnen, ist meiner Meinung nach Stoßlüften sehr sehr wichtig und gut, am schnellsten wirksam und sehr kosteneffizient.

Wenn die Fenster nicht geöffnet werden können, aus welchen Gründen auch immer, so sind auch Raumluftfiltergeräte nachweislich wirksam. Wie schnell und stark hängt von der Leistung des Gerätes ab. Es gibt gute Untersuchungen von Teilchenphysikern, nach denen man auf folgende Gegebenheiten achten sollte:

- Kapazität für die Umwelzung von dem 6-fachen Raumvolumen pro Stunde. Also z.B. bei einem 20 qm Raum ca. 300 Kubikmeter pro Stunde

- Hepa-Filter: H13 oder H14 nach Norm EN 1822-1

- < 52 Dezibel (damit das Geräusch erträglich ist)

wichtig: das Gerät nicht auf Automatik stellen, sondern manuell auf das 6-fache des Raumvolumens!

 

Impfung?! häufige Fragen:

Ich empfehle die Coronaimpfung für fast Jeden. Ich selbst habe die Impfung sehr gut vertragen. Der Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer wurde vor Zulassung an über 21.000 Personen getestet und gilt nach derzeitiger wissenschaftlicher Datenlage als sicher. Er wird aktuell (6.2.21) in 56 Ländern eingesetzt und wurde bereits millionenfach verimpft. Er ist ab dem 16ten Lebensjahr zugelassen. Vereinzelt traten schwere allergische Reaktionen auf (die es prinzipiell bei jedem Medikament geben könnte) weswegen bei Personen, die vorbekannt schwere allergische Reaktionen hatten, eine besonders sorgfälltige Abwägung erfolgen muß (ggf. unter verstärkten Sicherheitsbedingungen wie verlängerte Nachbeobachtungszeit, mögliche Notfallversorgung ec.). Eine wirkliche Kontraindikation besteht nur bei einer Allergie gegen Polyethylenglykol (PEG), einem Bestandteil des Impfstoffs. Aufgrund vereinzelter Todesfälle hat Norwegen seine Impfempfehlung geändert. Bei Menschen mit schwerster Gebrechlichkeit wird dort von einer Impfung abgeraten, was meiner Meinung nach sinnvoll ist. Wichtig ist entgegen manchen Gerüchten, dass dieser Impfstoff nicht das Erbgut von Menschen verändert! Er enthält mRNA (nicht DNA!), also den gleichen "Stoff", den viele Erkältungsviren enthalten. Bei jeder Erkältung, die ein Mensch durchmacht wird mRNA in die menschlichen Zellen eingebracht, ohne das menschliche Erbgut zu verändern. Die mRNA wird nicht ins menschliche Erbgut eingebaut und zerfällt sehr schnell. Auch werden natürlich keine Chips eingebracht, das ist purer Unsinn. Der Impfstoff von Biontech muss 2x verimpft werden, im Abstand von 3 Wochen. Da er bei -15 bis -70C° gelagert werden muß erfolgt die Impfung über Impfzentren bzw. mobile Impfteams. Begonnen wurde ab dem 26.12. 2020 mit Risikogruppen in Altenheimen, deren Personal und medizinisch besonders exponierten Personen auf Intensivstationen und Notaufnahmen. Weiter erfolgte die Gabe an alle Alten Menschen sowie Personal in ambulanten medizinischen Einrichtungen. Eine erste laborchemische Untersuchung, die bislang im Preprint veröffentlicht wurde, zeigt, dass der Impfstoff wohl auch gegen die neue Mutante B.1.1.7 aus Großbritanien sehr gut wirksam ist. Der Impfstoff soll die Erkankung verhindern, oder zumindest einen schlimmen Verlauf, was auch nach der derzeitigen Datenlage funktioniert. Nach neueren Daten kann auch eine Infektion und damit eine Übertragbarkeit zu fast 90% verhindert werden. aber nicht vollständig gebannt werden. Daher werden auch geimpfte Personen weiterhin bei Kontakten eine Maske tragen müssen und sollten auch alle weiteren Vorsichtsmaßnahmen weiterhin durchführen. Eine sogenannte sterile Immunität wird es nicht geben.

Der m-RNA Impfstoff von Moderna ist weitestgehend vergleichbar und auch gut wirksam gegen die Mutante B1.1.7.

Der Vektorimpfstoff von Astra Zeneca hat ein anderes Transferprinzip (siehe unten) und ist bzgl. leichter oder asymptomatischer Erkrankungen zu ca. 70% wirksam, bzgl. schwerer Erkrankungen / notwendiger Krankenahuseinweisung oder Todesfall ähnlich gut wirksam, wie die m-RNA Impfstoffe! Er ist auch gut wirksam gegen die Mutante B1.1.7.

Wir beraten Sie gerne, welche Kontraindikationen vorliegen und welche chronischen Erkrankungen relevant sind. Auch können wir Ihnen eine Bescheinigung ausstellen. Wir planen auch bei uns Impfungen durchzuführen. Wann die Freigabe dafür durch die Politik erfolgen wird ist noch unklar. Jedenfalls in Bayern wurde dies bereits von führenden Politikern zur Diskussion gebracht.

Anmeldung zur Impfung online: www.impfzentren.bayern oder telefonisch: 089/904292222. Die Impfung in München erfolgt im Impfzentrum in der Messe Riem, in der Halle C3, Eingang Nord, Paul-Henri-Spaak-Straße. Von denU-Bahnhaltestellen Messestadt verkehren Schuttlebusse.

 

 

Wird nach der Impfung mein Testergebnis positiv?

 

Nein. Durch die Impfung wird weder der Antigen- Schnelltest noch die PCR positiv.  Solltw jemand kurz nach der Impfung positiv getestet werden, so hat er sich wahrscheinlich schon vor der Impfung angesteckt.

 

 

Warum sind alle Maßnahmen so wichtig?

 

Eine Einzelkettenverfolgung und Eindämmung, wie im "Webasto-Fall" war in Deutschland lange Zeit nicht mehr lückenlos möglich, da es zu viele Fälle geworden waren. Wir hatten Mitte März eine exponentielle Kurve der nachgewiesenen Fälle, die also sehr steil nach oben ging. Wäre dieser Trend so geblieben, so wäre unser Gesundheitssystem und insbesondere unsere Intensivbettenkapazitäten in den Krankenhäusern überfordert gewesen!, wie Modellrechnungen belegen. Alle damaligen Maßnahmen zielten darauf ab, die Kurve abzuflachen, um Zeit zu gewinnen z.B. für die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen. Am 9.4.2020 hatten wir eine Stagnation erreicht. Von April bis Juni abfallende Neuerkrankungsraten.  Seit Juni war eine Einzelkettenverfolgung durch unsere aufgestockten Gesundheitsämter, die auch durch die Bundeswehr unterstützt wurden, wieder möglich. Ab Oktober kam die zweite Welle.  Da die Politik nur sehr zurückhaltend am 26.10.2020 mit restriktiven Maßnahmen reagierte, gefolgt von Lockdown light ab November und erst Mitte Dezember mit wirklich verschäften Maßnahmen liegt es an uns allen Kontakte auf ein Minnimum zu reduzieren und uns selbst und Andere zu schützen. In diesem Zusammenhang ist auch das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen zu sehen. Klar nervt das bei Hitze. Aber, es ist halt einfach so wichtig. Die anfangs teilweise bezweifelte Wirksamkeit der Masken ist wissenschaftlich mitlerweile eindeutig bewiesen.  Ich find auch die kurze Zeit im Laden oder der U-Bahn ist dies wirklich zumutbar. Denkt doch mal an die Chirurgen, die diese (fast) den ganzen Tag aufhaben müssen, immerschon. Aktuell sollten meiner Meinung nach nur noch FFP-2 Masken verwendet werden!!!

 

Was passiert, wenn bei mir eine Infektion nachgewiesen wurde?

Wenn im Abstrich oder Sputum die Infektion nachgewiesen wurde, so muss ich, sofern der Gesundheitszustand dies zuläßt, 14 Tage zu Hause bleiben in Isolation. Sie müssen das Gesundheitsamt anrufen, sofern dieses nicht schon Kontakt mit Ihnen aufgenommen hat. Es handelt sich dann um eine behördlich angeordnete "muss-Isolation"!

Bei schwerer Erkrankung oder Verschlechterung des Zustandes wird eine Klinikbehandlung in "einfacher" Isolation erforderlich. Der Transport dort hin erfolgt durch den Rettungsdienst  Tel.: 112 unter Angabe Coronavirusinfektion bzw. Coronavirusverdacht.

Bei weiterer Verschlechterung erfolgt i.d.R. eine Verlegung auf die Intensivstation mit den Möglichkeiten von invasiven Methoden, wie Beatmung oder ECMO (=extracorporale Membranoxygenierung). Diese letzte Möglichkeit wird bei einem Versagen der Lunge eingesetzt und ermöglicht die Sauerstoffversorgung des Körpers durch einen Blutfilter neben dem Bett.

 

Sind wiederholte Infektionen mit SARS-CoV-2 möglich?

Ja. Eine britische Studie zeigte schon am Anfang, dass von 6000 Personen mit Antikörpern, die also schon eine SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht hatten 44 eine Reinfektion bekamen.

 

 

optimierte Praxisorganisation:

Wegen der Coronaviruspandemie sind ungeschützte Kontakte mit anderen Personen zu Vermeiden. Unsere Ärzte, wie auch unsere Mitarbeiter tragen FFP-2 Schutzmasken und werden regelmäßig auf Corona getestet. Seit 18.1.21 haben auch alle Patienten eine FFP-2 Maske zu tragen. Wir versuchen einen Abstand von 1,5-2 Metern zwischen allen Personen zu bewerkstelligen. Verdächtige Patienten werden abgesondert. Symptomatische Patienten möchten bitte vor der Praxis warten.

Dies alles bedeutet einen sehr hohen organisatorischen Aufwand. Bitte helfen auch Sie mit bei einem raschen Ablauf und haben Ihre Versichertenkarte und ggf. Impfausweis griffbereit. Bitte kommen Sie pünktlich bzw. zeitgenau zum Termin, also nicht später, aber auch nicht eher. Sie müssen eine FFP-2 Maske bei uns benutzen.    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ein Aufenthalt im Tresenbereich nur kurzfristig erlaubt ist. Auch in der offenen Sprechstunde versuchen wir einen Mindestabstand von 1,5-2 Metern zu erzielen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Sie ggf. kurz im Treppenhaus warten müssen. Bitte halten Sie auch dort Abstand und halten die Abstandsmarkierungen ein. Wegen der Bedeutung der aerogenen Übertragung wird bei uns viel gelüftet und es laufen Ventilatoren um einen erhöhten Luftaustausch zu bewerkstelligen. Bitte haben Sie dafür Verständnis und ziehen sich warm an. Diese Maßnahme ist aus medizinischer Sicht zum Schutz für uns Alle, auch Sie erforderlich. Wir geben Alles um das Risiko für Alle zu senken und eine ärztliche Versorgung von allen unseren Patienten optimal fortzuführen. Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.

 

Telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU):

Ab 18.10.2020 ist es wieder möglich bei leichten Erkrankungen der Atemwege eine telefonische Beratung durch den Hausarzt zu erhalten. Die entsprechende AU wird dann postalisch zugeschickt oder an eine Vertrauensperson ausgehändigt, die dann z.B.  bei Erstkontakt im Quartal auch die notwendige Versicherungskarte in die Praxis bringt. Die Dauer der Krankschreibung beträgt maximal 7 Tage und kann einmalig um 7 Tage verlängert werden.

 

 

 

Was ist das Präventionsparadox?

 

 

Wenn man rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreift und diese wirksam sind, so wird man nicht die volle Wucht z.B. einer Pandemie (da sie verhindert oder abgeschwächt wurde) erleben. Manche Personen machen dann, den in der Wissenschaft nie erlaubten Umkehrschluß: "war doch gar nicht so schlimm", " Alles übertrieben". Wenn man vergleichend nach Italien oder New York schaut sieht man recht genau, wie es in Deutschland bzgl. dem Coronavirus wahrscheinlich ohne Lockdown gekommen wäre.

 

Wo kann ich mich gut und seriös informieren?

Stadtverwaltungen und Gesundheitsämter haben zwar hotlines zur Information der Bürger geschaltet, aber insbesondere letztere haben wichtigeres zu tun! Sie müssen und sollen die Infektionsketten verfolgen. Daher bitte ich alle Leser  dort von Anfragen abstand zu nehmen.

Empfehlen würde ich die regelmäßigen Podcasts des Virologen und Epidemiologen Alexander Kekule z.B. im MDR oder der ARD-Mediathek (Coronakompass), in welchen er viele relevante Gegebenheiten um das Coronavirus sehr gut allgemeinverständlich darstellt und praktikable pragmatische Lösungen anbietet und wissenschaftliche Aspekte gut verständlich serviert und auch Hörerfragen fachlich bewertet und beantwortet. Genauso zu empfehlen sind die Podcasts des Chef-Virologen der Berliner Charite Christian Drosten, der die Sachverhalte jedoch mehr unter dem Wissenschaftlichen Aspekt und sehr detailiert darstellt, was eher den Spezialisten anspricht.

Bei dem Tagesspiegel (kostenlose App) sind die jeweiligen Inzidenzen der Landkreise sehr aktuell.

Die Johns Hopkins Universität stellt auf ihrer Homepage die Neuerkrankungsraten pro Tag weltweit dar.

Das RKI gibt die jeweils gemeldeten Daten an und sortiert diese zurück auf den gemutmaßten Infektionstag.


Was können Verschwöhrungsmythen bewirken?

Verschwöhrungserzähler sind meiner Meinung nach gefährlich, da sie unsere jetzt gerade gelernte Achtsamkeit unterminieren. Das "Social-Distanceing" ist aber super wichtig, um einigermaßen unbeschadet durch die zweite Welle im Herbst zu kommen. Das Gefährliche daran ist, das die verschiedensten Erzählungen meist auf einem kleinen Fünkchen Wahrheit beruhen (was die Zustimmung erhöht), die Schlußfolgerungen aber dann oft völlig unwissenschaftlich weitergeführt werden, z.B. durch nicht zulässige Unkehrschlüsse, Zitate veralteter Sachverhalte, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate oder durch Weglassen bekannter weiterer Fakten, was aber oft nicht für jeden so gleich ersichtlich ist. Daraus werden sogenannte "Theorien" entwickelt, meist ohne solide wissenschaftliche Grundlage, bis hin zu völlig abwegigen Behauptungen, wie: "das Bill Gates nur ein Handlanger böser Mächte sei, die eine diktatorische Weltherrschaft errichten wollten" ... "und die Menschheit dezimieren wollen"..."mit Impfungen Chips implantieren würden"..."und kleine Kinder zu einem Verjüngungsmittel verarbeiten würden". Laut einigen Psychologen sollte man mit Verschwöhrungsgläubigen keine Diskussionen führen, um Ihnen keine Bühne zu bieten. Eine Diskussionsbereitschaft kann als Zugeständnis und Anerkennung des Verschwöhungsgläubigen fehlgewertet werden, bishin zu der Meinung, dass es ein Indiz darstellen könne, dass diese teilweise völlig abwegigen Meinungen eine akzeptable Position darstellen könnten.

Wir konnten den Sommer genießen. Der Rebound im Herbst war absehbar. Laßt uns jetzt wieder achtsam sein und uns wieder zusammenreißen und uns voll konzentrieren auf das "Social-Distanceing". Wenn wir aus der ersten Welle gelernt haben, können wir auch eine Zweite überstehen!!! Die Epidemiologen sagen, dass in der Regel bei Pandemien die Zweite die schlimmere wird. Und sie hatten schon wieder recht. Auch jetzt wird es wieder auf (fast) Alle ankommen. März, Oktober, November, Dezember, Januar, wir haben schon so viel geschafft!!!!

Bleibt´s gsund!